Samstag, 9. November 2013

Nur ein Traum.



Manchmal träumte sie von einem Ort, fern ab von dem, was ist, von dem was einmal nicht war. Ein Ort, an dem Erde und Firmament verschmelzen und sie gemeinsam in die Unendlichkeit ragen. Wo keine Spuren einer Stadt, eines Hauses oder eines Mensches zu finden sind. Wo der Fortschritt und diese banalen, eingefahrenen und unausweichlichen Ideale der Bevölkerung noch nicht zu spüren sind. Es zog sie in die Wildnis. Aber was ist denn noch wild in einer Welt, in der man versucht alles zu zähmen. In der man jeden Quadratzentimeter geographisch bestimmen können muss. In der man jedes Naturphänomen, mit all seiner Magie, die es ausmacht, auseinander nehmen, untersuchen, und erklären können muss. In der man niemals mit der Gegenwart, mit dem Jetzt, zufrieden sein kann und sich sämtliches Denken bloß in die Zukunft richtet. Ich möchte fort, war ihr Gedanke. Dorthin, wo kein Ende zu existieren scheint, dorthin, wo selbst die Nacht ihr noch genug Wärme spendet, dorthin, wo sie nichts anderes als Sterne über sich und die endlosen Weiten der Natur um sich habe. Ich möchte dort liegen, ins Universum sehen und  spüren können, dass es richtig ist. Nicht den Drang haben anders - besser - zu sein. Ich möchte die Sternschnuppen ansehen und mir nichts wünschen, einfach weil ich keinen Wunsch habe. Stattdessen möchte ich sie einfach nur genießen, nur für mich und nur für diesen Bruchteil eines Augenblicks.Aber einsam sein möchte ich nicht. Abgeschieden von der Menschheit, ja - aber zu zweit. Mit dem ihm, mit dem ich gemeinsam allein sein kann. Neben dem ich schweigend liegen, sitzen, stehen, gehen und trotzdem verstehen und verstanden werde kann. Ich möchte in meine Unendlichkeit - den Ort ohne Raum und Zeit. Dort wo die Wildnis zahm und der Himmel nur noch ein Fleck ist. Und sie schlief wieder ein, denn es war spät und es war dunkel, und es war ja doch nicht zu ändern.

1 Kommentar:

  1. Hallo :))

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    Liebe Grüße, Yannick

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