Mittwoch, 31. Juli 2013

Kopf runter. Kopf rauf. Augen zu. Augen auf. (2)

  Das Blau über mir, das Nass unter mir, die Hitze um mich. Trifft mein Gesicht, brennt sich in meine helle Haut. Ein angenehmes, schon lang ersehntes Brennen. Der Kopf taucht unter. Der Kopf taucht auf. Lass mich gleiten, gehalten von der Wurzelhand, die sich tapfer durch den Grund des Sees gewunden hat. Augen schließen. Augen öffnen. Das Grau über mir, das Nass von oben, die Hitze bleibt. Gewitterwolken ziehen auf, aus Blau wurd' Grau, aus Grau wird Schwarz. Liege im Wasser, dem Himmel zugewandt, Regen prasselt nieder, kitzelt meine Haut. Leerer werden die Liegewiesen am ander'n Ufer, bis keiner dort mehr weilt. Alle flüchten vor dem Wasser, das von oben kommt, zuvor sie flüchteten zum Wasser vor der Hitze. Komisch sind die Menschen, sputen sich aus dem See zu kommen um nicht nass zu werden. Ich bleib, ich bleib bis es vorüber ist, bis die Tropfen aufhören Wellen zu schlagen, der Spiegel sich wieder glättet und vom Sturm beruhigt. Dann geh ich heim.

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