Freitag, 10. Januar 2014

Keine Fragen außer dieser, die ganze Nächte kostet: Kann ein Herz aus Gold sein, wenn es einfach rostet?



Ich bin so müde. Ich bin es müde über manche Dinge nachzudenken und zu müde damit aufzuhören. Ich bin zu müde um wach zu sein und zu müde um mir darum Gedanken zu machen, wann Zeit zum schlafen bleibt. Ich hab es satt. Ich hab es satt wie schnell die Zeit vergeht, meistens sogar, dass sie überhaupt vergeht. Ich hab es satt, dass sich immer weiter alles ändert, diesen Wandel, diesen Drang. Ich fühl mich bedrängt, von allem, was an mir vorbei rauscht und mich eigentlich nur streift. Ich bereue Entscheidungen, aber es ärgert mich noch mehr, dass ich schon kommen sehe, dass ich mit gleichem Muster weiter handeln und vor allem leider denken werde. Ich hasse es wie eilig man es hat, wie eilig ich es hab, wie übereifrig ich übersehe, dass man Phasen seines Lebens auch mal auskosten, genießen und währen lassen sollte. Klar manchen denken YOLO oder "Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter", aber ich will gar nicht alles, was ich in meinem Leben gemacht oder erreicht haben will, heute oder morgen oder nächste Woche geschafft haben. Natürlich seh ich das auch so, dass man sein Leben nicht vergeuden und Chancen ewig aufschieben sollte. Aber wenn ich über die nächste Woche hinaus lebe und einfach alles auf einmal wollte, dann werde ich mir denken MIST! Das ist jetzt nicht mehr möglich, ich kann die Zeit nicht zurück drehen, ich kann das was geschehen ist nicht noch mal erleben. Ich kann einfach nichts zwei mal zum ersten Mal erleben, vielleicht zu einem Zeitpunkt, zu dem ich diesen Dingen gewachsener wäre. Aber naja, mich macht's gerade nur so ein minibisschen fertig, wie lange du manchmal brauchst irgendetwas aufzubauen, beispielsweise eine gute Beziehung zu einem Menschen und wie schnell sie sich dann innerhalb kurzer Zeit durch getroffene Entscheidungen verändern kann. Angenommen ich würde wollen, dass es annähernde wieder so wird wie vorher, dann merke ich, auch wenn es über ein Jahr her ist, wie lange es noch dauern wird, das hinzubekommen. Bis dahin hör ich einfach die Zeilen "Doch wenn ich ehrlich bin zu mir, es geht mir beschissen. Es ist nicht leicht zu sehen, dass es bleibt wie es nie war", suhle mich ein wenig in Erinnerungen und Ärgernis und stürz mich in meine Facharbeit in Mathe. Von Wegen Wochenende und Entspannung. 

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