Mittwoch, 21. Mai 2014

Ein Teil des Jakobsweg - von Dahlem nach Trier



In meiner ersten Ferienwoche hatte ich mir mal nicht faulenzen und eins mit der Couch zu werden vorgenommen, sondern einen dezenten Spaziergang von ungefähr 150 km.
Also bin ich Montagmorgen mit einem Freund, relativ viel Motivation, einem Rucksack und sehr seltsamen Wetter los gegangen. 


Ich beschreibe euch mal kurz unsere Route: 
Tag 1: Von Dahlem nach Prüm - ca. 35 km 
Tag 2: Von Prüm nach Neuerburg - ca. 40 km
Tag 3: Von Neuerburg nach Bollendorf - ca. 25 km 
Tag 4: Von Bollendorf nach Welschbillig - ca. 20 km
Tag 5: Von Welschbillig nach Trier - ca. 20 km
+ die Umwege, die Strecken auf denen wir uns verlaufen haben & die Wege zu Übernachtungsmöglichkeiten hin und zurück. 


Meine Erfahrungen in diesen fünf Tagen:
Dazu könnte ich bestimmt weitaus mehr erzählen, als ich es jetzt tun werde. Aber vielleicht gibt euch das hier einen kleinen, vielleicht sogar interessanten Einblick in das, was ich erlebt habe.
Erstmal etwas zum Jakobsweg allgemein. Ich muss sagen, dass der in Nordrhein-Westfalen super ausgeschildert ist, aber sobald man in Rheinlandpfalz unterwegs ist  bist du wirklich oft ratlos, wohin du jetzt gleich gehen musst. Andrerseits bringt dich das dazu, dass du dich auch mal verirrst und Wege gehst auf die du sonst nie gekommen wärst. Dann lernst du dich abzusprechen, Hilfe anzunehmen, Karten richtig zu lesen und siehst genau so schöne Dinge wie auf dem eigentlich Weg.
Was mir wirklich extrem aufgefallen ist und worüber ich beim gehen viel nachgedacht habe sind die Menschen, die uns begegnet sind. Am ersten Tag ist mir klar geworden, es gibt überall, ganz egal wo du hinkommst, tolle, freundliche, hilfsbereite, nette Menschen und es gibt auch überall jene, über die man sich eine Woche lang aufregen könnte, wenn man sonst nichts besseres zu tun hat. Aber diese Tatsache, dass du dich gerade auf so einem Weg befindest, den fast jeder kennt, über den die meisten schon mal nachgedacht haben, bringt dich oft den Menschen direkt mal näher. Du beginnst viel eher ein Gespräch, hast direkt ein Thema und wirklich jede Person, die ich getroffen und mit der ich mich darüber unterhalten habe, hat es gut geheißen, dass ich das gemacht habe. Niemand, der gesagt hätte "Mit 17? Ungläubig? Was machst du da überhaupt? Habt ihr euch da nicht was falsches ausgesucht?".
Das wohl größte Beispiel für gutherzige Menschen habe ich am 2. Abend erleben dürfen. Dienstag sind wir erst relativ spät von Prüm aus losgegangen und unser eigentliches Ziel war Waxweiler (24 km), dort angekommen war es noch recht früh und wir noch fit und motiviert, weswegen wir uns dachten "Wieso nicht noch weiterlaufen bis wir müde sind?". Dazu müsst ihr wissen, dass wir nirgends ein Zimmer schon im vorhinein gebucht, sondern für den Notfall ein kleines Zelt im Rucksack hatten (zum Glück!). Also haben wir uns noch auf den Weg nach Neuerburg gemacht, es wurde dunkler und mit dem Licht erlosch auch unsere Motivation. Wir wollten nur noch ankommen und schlafen. Um euch jetzt nicht zu sehr vollzuquatschen: In Neuerburg angekommen, suchten und suchten wir eine Unterkunft, aber fanden keine, weil es einfach schon zu spät und schlecht gelegen war. Wir gingen in ein noch offenes Restaurant, wo nur noch die Besitzer und ein freundliches Ehepaar saßen und fragten, ob sie wüssten wo man hier noch ein Zimmer bekommen könnte. Sie halfen uns unglaublich, gaben uns Nummern, wo wir anrufen konnten. Aber wir hatten uns einfach überschätzt und kein Glück. Letztlich hat dieses super freundliche etwas ältere Ehepaar uns bei sich Zuhause schlafen lassen. Das war mit die beste Erfahrung in dieser ganzen Woche für mich!
Ich glaube ernsthaft, dass diese Woche etwas verändert hat. Meinen Körper, meine Einstellungen und mal mehr, mal weniger gewollt meine Beziehungen. Ich bin motivierter morgens aufzustehen und etwas anzupacken. 


Kurz und knapp: 
-Verpflegung: Auch Essen ist Gepäck, von da her ist es unsinnig für eine ganze Woche Proviant mit zu tragen. Vor allem, weil man den Platz sicherlich für andere Dinge braucht. Also haben wir immer geplant durch welche Orte wir kommen und haben einmal am Tag in dem je größten Ort eingekauft. 
-Übernachtung: In der Regel sind wir in Pensionen oder in unserem Zelt untergekommen. Aber auf dem Jakobsweg gibt es auch einige (je nach dem in welcher Region) Jugend- oder Pilgerherbergen. 
-Motivation: Etwas tun, wovon man sonst nur redet, es aber dann doch nie angeht. 



Meine persönlichen Tipps: 
- Geht allein.  Versteht mich nicht falsch, ich für meinen Teil wäre alleine wahrscheinlich nie los gegangen, dazu hätte ich (und meine Eltern bestimmt noch mehr) dann doch zu große Sorgen gehabt und ich bin meiner Begleitung so dankbar, dass sie es mit mir ausgehalten hat und auf mich aufgepasst hat.Aber wenn ihr etwas mutiger, etwas älter und besser durchorganisiert seid, dann geht allein. Es ist schön eine Strecke, ob nun kurz oder lang, mit jemandem zusammen zu gehen. Aber wenn es euch wirklich etwas bringen soll, dann solltet ihr die Möglichkeit haben euch ganz auf euch zu konzentrieren und das geht einfach nicht so gut, wenn du dich auch immer zeitgleich noch auf einen anderen Menschen einstellen musst. 
- Seid länger unterwegs.  Ich war jetzt 5 Tage auf den Beinen und das war toll und gut, vor allem um herauszufinden, ob mein Körper sowas überhaupt leiden mag, aber ich glaube um sich darauf einzulassen, so richtig und um nicht nur ein bisschen, sondern ganz ganz verschiedene Eindrücke von dieser Strecke zu bekommen, sollte man länger unterwegs sein. Ich werde das bestimmt noch mal für eine längere Zeit machen! 
- Fangt Gespräche an. Auch wenn ihr größtenteils durch die Natur geht und nur an Bäumen & Co. vorbei kommt. Lasst euch auf Gespräche ein, wenn sich in den Dörfern/Städten welche ergeben. Ganz gleich, ob es sich um einen Fremden handelt. Ich kann euch nur sagen, dass es einem so enorm viel bringt sich auszutauschen, von anderen zu erfahren, was sie denken und man hat dadurch, dass man einen solch bekannten Weg geht auch stets ein Thema über das man beginnen kann zu reden. Traut euch! 
- Nehmt euch Zeit. Einerseits ist es wichtig sich Zeit zu nehmen, wenn man sie braucht, weil man ausgelaugt ist. Ich meine damit nehmt euch Zeit von eurer Arbeit, den Ferien, der Familie und nehmt euch Zeit für so etwas hier! Aber auch, dass ihr euch Zeit nehmen sollt, wenn ihr nicht mehr weiter laufen könnt. Dann setzt euch fünf Minuten, trinkt genug, atmet durch und dann geht alles schon wieder viel leichter. Niemand zwingt euch weiter zu laufen, bis zum Schluss zu gehen. Ihr entscheidet selbst wie weit und wie lange ihr geht und deswegen habt ihr alle Zeit der Welt. Nutzt sie für euch. Wenn man länger unterwegs ist empfiehlt es sich ganz ganz sicherlich auch einfach mal ein oder zwei Tage an einem Ort zu bleiben und nicht sofort weiter zu gehen. Andrerseits meine ich damit nicht nur Zeit nehmen um zu verschnaufen sondern auch Zeit um zu genießen. Wenn ihr euch eure fünf Minuten nehmt, schaut euch um. Schaut euch um und entdeckt und genießt. Das war so beeindruckend! Guckt nicht nur auf euer Tagesziel!
-Lasst los. Klingt ein bisschen strange gerade, aber ich meine damit lasst vom Alltag los.Lasst zum Beispiel euer Handy Zuhause oder den ganzen Tag aus. Man ist jeden Tag fast zu jeder Minute erreichbar. Es tut wirklich gut, es mal nicht zu sein. Und wenn ihr dann nach Hause kommt, so ging es mir zumindest, dann habt ihr gar kein so großes Interesse mehr an Dingen wie Fernsehen, Facebook etc.
- Probiert es aus.

Ich hoffe es hat euch nicht zu sehr gelangweilt

Dienstag, 13. Mai 2014

Liebster Award-Nominierung

Der Titel sagt ja schon worum es geht.





Ich wurde von der lieben Lilly nominiert und weil mir die Fragen gefallen und ich sie und ihren Blog sehr mag möchte ich sie gerne beantworten! Alsoo: 

1. Hat sich durch deinen Blog etwas für dich verändert?
Nicht viel, aber durch meinen Blog kommen mir meine Bilder und Texte ein bisschen wertvoller vor, weil sie dort noch eine weitere Funktion haben. Außerdem entdecke ich durch meinen Blog immer wieder neue Blogs und tolle Menschen. 



2. Entstehen deine Fotos eher spontan oder planst du vorher alles durch?

Mal so mal so. Ich habe schon oft Foto-Ideen, die ich in einem kleinen Buch festhalte und von Zeit zu Zeit bewusst umsetze. (geplantgeplantgeplant)  Aber in so Phasen wie gerade, in denen ich eigentlich gar keine Zeit habe, bin ich froh, wenn wenigstens spontan tolle Bilder entstehen. spontanspontanspontan)



3. Wie wichtig ist dir dein Blog?

Würde meine Schwester ihn aus Versehen löschen... wäre ich schon ziemlich verärgert und traurig. Aber er steht auf jeden Fall nicht im Mittelpunkt meines Lebens, vielleicht an 5. oder 6. Stelle.



4. Bist du manchmal auch unzufrieden mit deinem Blog?

Ich bin sogar meistens unzufrieden. Sei es mit dem Design, mit den Statistiken, mit meiner Inkompetenz. Aber dennoch macht er mich öfter glücklich als traurig. Von daher..nichts ist perfekt und the good things take time. Gell? 



5. Wie stellst du dir deine Zukunft vor?

Haha. Ich habe keine Vorstellung von meiner Zukunft, sonst würde ich schon lange Bewerbungen schreiben. Aber erstmal soweit: nächstes Jahr werde ich (wenn alles gut läuft) mein Abitur haben. Ich habe vor danach ein Jahr lang nach Südamerika zu gehen. Danach will ich studieren, die Frage ist nur was. Irgendwann will ich ein tolles Haus, Appartement haben. Einen Mann und Kinder und eine wunderschöne Hochzeit und davor, dazwischen, danach natürlich noch mega erfolgreich sein, bei dem was ich dann beruflich tue. Achja und Reisen und sehen und erleben. Also habe ich wohl die gleichen Träume, wie die meisten, die sie nie verwirklichen werden. Aber einen Versuch ist es wert. 
Uuh, fast vergessen, ich habe irgendwie immer schon das Gefühl gehabt, dass ich irgendwann wegen eines Autos sterbe. 



6. Verreist du dieses Jahr noch? Wenn ja wohin?

Ja. An die Nordsee, nach Brüssel, nach Amsterdam und vielleicht an noch einen Ort, der viel cooler ist als alle drei zusammen. Aber letzteres steht noch in den Sterne, aber ich werde definitiv hier davon berichten, falls das klappt!



7. Warst du schonmal auf einem Konzert?

Si, Si. Und das nächste wird Rock am Ring sein!!! *Vorfreude* Ist noch jemand von euch dort? 



8. Hast du Haustiere?

Ja! Eine Hündin und eine Katze (die hauptsächlich bei meiner Oma chillt). 



9. Was sind deine Inspirationsquellen?

Ist jetzt der Moment wo man Tumblr schreibt? Ok. Tumblr. 
Und die große, weite, reale Welt mit all ihren komischen Gestalten. 



10. Dein letzter schöne Moment?

Es gab eben Pizza. Das war schon schön. 



11. Dein Lieblingsblog?

Uff.. Mein absoluter Lieblingsblog wurde vor kurzem "entfernt". Sad story. WTF?! Ich wollte da gerade nochmal drauf gehen um euch den ehemaligen Link zu schicken und was sehe ich ?!?! Er ist wieder da!!! hahahaha oh nein. Ich korrigiere meinen letzten schönen Moment hiermit!! xDD Schaut vorbei: http://fuckinglif.blogspot.de/

Apfelstreuselkuchen


Zutaten

Für den Teig: 
75 g Zucker
75 g Butter
1 Ei
200 g Mehl
50 ml Apfelschorle
75 ml Milch
2 TL Backpulver
2 TL Erdbeermarmelade

Für den Belag: 
3 Äpfel

Für die Streusel:
65 g Zucker
65 g Butter
100 g Mehl




1. Die Äpfel schälen und in würfel schneiden. 
2. Alle Zutaten für den Teig vermengen. 


3. Springform (20 cm) einfetten. 
4. Backofen auf 175°C vorheizen. 
5. Zutaten für die Streusel vermengen. 


6. Teig in die Springform geben.
7. Äpfel darauf legen.
8. Streusel darüber verteilen.
9. Für ca. 40 Minuten backen 

Guten Appetit!