Posts mit dem Label Travel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Travel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 6. September 2016

"Climb the mountain not to plant your flag, but to embrace the challenge, enjoy the air and behold the view..."













DE: Dieser echt super schöne und vielseitige Wanderweg verläuft in der Nähe von Trento, Italien. Er führt von einer kleinen Raststätte, platziert auf einem weitläufigen Plateau, über drei Berggipfel wieder zurück zum Plateau. Über den Schwierigkeitsgrad kann man diskutieren, allerdings werden  Bergschuhe (unbedingt), Klettergurt, Sicherheitsleine und Helm insbesondere für den Aufstieg des zweiten Berggipfels empfohlen. Wem dies aber zu heikel oder zu viel Aufwand ist, der kann auch einen leichteren Alternativweg wählen der nicht so abenteuerlich ist. Ich kann es trotzdem nur empfehlen alle drei Gipfel der Berge Cornetto, Doss D'Abramo und Cima Verde, zu besteigen, Für mehr Informationen habe ich euch hier mal einen Link rausgesucht: Route

EN: This really beautiful and versatile trail is placed near to Trento, Italy. It leads from a spacious plateau, over three mountain peaks back to the plateau. you can discuss about the difficulty, but hiking boots are (necessarily), harness, safety line and helmet are often recommended especially for the ascent of the second pinnacle. But If this one seems too difficult it can also be choosen an easier alternative route, not as adventurous. I can still recommend to see and climb all of the three mountain peaks of the mountains :Cornetto, Doss D'Abramo and Cima Verde. For more informationjust click the following link here: route

Mittwoch, 18. November 2015

SINGAPUR PART I - "The hours between 12 am and 6 am have a funny habit of making you feel like you're either on top of the world or under it."





Es ist zwar schon über einen Monat her, aber da war ja noch was mit Singapur. 
Ich will auch gar nicht viel zu den Bildern schreiben, bloß so viel: Es war echt unglaublich schön diese Stadt in der Nacht und alles derartig erleuchtet zu erleben.










Freitag, 18. September 2015

Tanzende Augenbrauen und High Fives – das was man am ehesten als meinen neuen Alltag beschreiben könnte

Keine Schwestern, die im Flur rumtrampeln und lauthals durch das Haus fragen, wo  dieses eine Oberteile oder jener Schal ist während sie sich auf den Weg zur Tür hinaus zur Schule machen, kein Papa, der morgens bevor er selbst zur Arbeit fährt in meinem Zimmer das Licht einschaltet, keine Mama, die fragt, ob ich schon wach sei, kein Freund, der mich über WhatsApp fragt, ob wir uns heute sehen, kein Wecker und trotz allem werde ich wach. Zwischen fünf und sechs Uhr wache ich ohne all diese gewohnten Muntermacher, ohne irgendein Geräusch oder einen Grund auf. Ich wache einfach auf an diesem anderen Ende der Welt und mein Tag beginnt. Duschen, Zähne putzen, ein Blick in den Spiegel, den Laptop schnappen und rüber ins Hauptgebäude meiner Organisation laufen.  Es ist so früh, man sieht und hört eigentlich noch niemanden, die einzige Person, der ich schon „Magandang umaga po!“  sagen kann ist der Nightguard, mit dem ich gefühlte eine Millionen Mal am Tag, bei jedem Rein- und Rausgehen, ein Lächeln und einen Augenbrauenzucker austausche. Ich setze mich in den Korridor, verbinde meinen Laptop mit dem  Wlan und schaue nach, ob meine Familie und Freunde in Deutschland noch wach sind. Wenn es draußen heller geworden ist und auch für die anderen die Zeit des Aufstehens beginnt, bringe ich meine rote Laptoptasche wieder zurück in unser Apartment.



 Auf dem Weg dorthin zurück gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder es regnet so derartig stark auf mich herunter, dass die vorherige Dusche  komplett umsonst war und ich in meinen Flipflops aufpassen muss nicht auszurutschen, wenn ich die drei großen, glitschigen Steintreppen hinaufgehe oder aber es bietet sich mir der schönste Ausblick den man sich vorstellen kann.  An Tagen, an denen letzteres der Fall ist, bleibe ich vor unserer Tür einen Moment stehen und schaue einfach nur über unser Geländer hinweg, an den immer grünen Tropenpflanzen vorbei auf die glitzernde Bucht und die dahinter liegenden, fast immer von Nebel oder kleinen Wolken umgebenen,  Berge. „An dieses Bild werde ich mich nie gewöhnen“ denke ich mir, lächle dankbar und gehe hoch in unser Schlafzimmer um Lara zu wecken.




Unser gemeinsamer Tag beginnt. Wir frühstücken, fahren mit dem Jeepny, fahren mit dem Tricycle, arbeiten meistens 8 Stunden, fahren zurück, Essen zu Abend und lassen den Tag meist zu dritt mit Sebi ausklingen. So sieht es ganz sachlich bei uns aus.
Aber keinen Tag, kein Ereignis hier ist einfach so sachlich zu beschreiben. Wir leben auf der anderen Seite der Welt und das ist in jeglichem Moment zu spüren. Ganz gleichgültig wo es mich hin verschlägt bin ich umgeben von tanzenden Augenbrauen, die in einer Konversation das Bejahen einer Frage ersetzen, der immer währenden Hitze und den besten High Fives auf dem gesamten Globus, die die übliche Begrüßung untereinander im Home for boys sind. Jeder Arbeitstag mit den Kindern lehrt uns neue Worte in Tagalog und neue Erfahrung im Umgang mit den manchmal wirklich schon schwierigen Geschichten unserer kleinen Pimpfe. Alles, was ich hier erlebe ist immer wieder neu für mich und ich bin froh, dass ich das auch noch so empfinde und wahrnehme, dass nichts von all dem hier, selbstverständlich ist.

Sonntag, 30. August 2015

USA V - Cadillac Ranch Amarillo


Vielleicht sollte ich auch mal etwas zu den ganzen Bildern aus meinem USA-Urlaub schreiben. Womöglich reist der ein oder andere, der das hier liest ja auch mal nach Texas, Colorado oder New Mexico, die drei Staaten, die ich während der drei Juliwochen gesehen habe.


Hier waren wir auf der Cadillac Ranch, die in der Nähe von Amarillo, Texas ist. Dabei handelt es sich um zehn Cadillacs aus den Jahren zwischen 1948 und 1963, die alle im gleichen Winkel dort auf einem freien Feld, das für jeden stets zugänglich ist, in den Boden eingelassen sind. Es ist ein Künstlerprojekt, das laut dem schlauen Internet die Freiheit, die das Automobil mit sich brachte, symbolisieren soll. Heute kommen Menschen aus der ganzen weiten Welt dorthin um ihre eigenen Kunstwerke auf die Bleche zu sprühen, die unter den unzähligen Farbschichten weniger wie Bleche als die Wände von Tropfsteinhöhlen aussehen. 


Es macht wirklich jede Menge Spaß sich dort mal richtig auszutoben und eine der witzigsten Situationen dort war als eine deutschsprachige Gruppe Mädchen dorthin gekommen ist und natürlich nichtsahnend die ganze Zeit auf Deutsch miteinander geredet haben und überhaupt nicht erwartet hatten, dass dort tausende Kilometer von unserer Heimat entfernt, auch noch andere Menschen dieser Sprache mächtig sein könnten. Ich also ganz gemütlich eine Stelle des Auto besprayend höre nur wie eines der Mädchen hinter mir sagt "Wäre das jetzt fies, wenn ich da direkt mal drüber spraye?". Darauf habe ich mich umgedreht und mit einem fetten Grinsen gemeint "Ja, das fände ich wirklich unhöflich." Die Arme hat sich total erschrocken und es war ihr anzusehen  wie unangenehm es ihr war. Am Ende fanden wir es beide einfach nur witzig . 


Ich kann jedem, der ein bisschen Spaß an solchen Sprayaktionen hat oder auch allen anderen, die vielleicht einfach nur ein paar gute Schnappschüsse machen und gucken wollen, diese Ranch echt nur empfehlen. Sie ist relativ gut ausgeschildert und liegt ca. 5 km von Amarillo entfernt! Falls ihr jemals schonmal dort ward oder mal dorthin kommen solltet, sagt Bescheid! 



Donnerstag, 2. April 2015

Amsterdam I




Vielleicht gefällt euch ja diese kleine Erinnerung an meinen Amsterdamtrip.

Freitag, 8. August 2014

We'll call this home tonight

                    


Ich weiß ja nicht, ob euch sowas gefällt, aber ich dachte ich kann's ja mal probieren. Viel Spaß beim Anschauen!

Mittwoch, 25. Juni 2014

Firenze - “In Paris, you learn wit, in London you learn to crush your social rivals, and in Florence you learn poise."



Vielleicht wissen manche es noch, wenn nicht ist aber auch egal: Ich war vor einer Weile wegen meiner Stufenfahrt in der Nähe von Florenz. 
Weil mir diese Stadt wirklich so unglaublich gut gefallen hat, möchte ich sie euch ein bisschen näher bringen. 


Auf den ersten beiden Bildern seht ihr unseren TRAUMAFTEN Ausblick von unserem kleinen Garten aus auf Florenz. Ein mal bei Tag und ein mal bei Nacht. Beides umwerfend. 
Ganz kurz zu unserer Unterkunft: Es war ja nun ein mal eine Stufenfahrt und kein Luxusurlaub und dafür, dass der Campingplatz mit unseren kleinen Holzhäuschen (und darunter darf man sich nicht zu viel vorstellen!!) wirklich direkt auf einem Berg zu dessen Fuße Florenz liegt ist, war es vollkommen in Ordnung für die 8 Tage. Wir hatten zwar alles von überlaufenden Badezimmern, Badezimmern ohne Schlüssel, explodierten Toiletten bis hin zu dem Alarm, weil jemand den Gasherd angelassen hat, aber die Zeit war grandios und es war perfekt um sich in seinem Freundeskreis wie eine kleine Familie zu fühlen. Falls trotz dieser hinreißenden Beschreibung jemand Interesse an der Adresse hat, bitteschön: KLICK!!!

Italien. Was soll ich groß dazu sagen? Ich glaube die meisten, die schon einmal in diesem Land waren, wissen was für einen unglaublich großen Charme es hat! Dieses Lebengefühl, die Wärme, die bunten Häuser, die vielen Motorräder, die kleinen  Autos, die kleinen Gassen, die vielen kleinen oder auch großen Besonderheiten in fast jedem Stadtviertel. Alles wirkt wie mit Liebe gemacht, vom Essen über die Architektur bis hin zu dem Kleidungsstil der Menschen. Mich hat dieses Land wirklich für sich begeistert. 

Hier auf dem vierten Bild könnt ihr den Mugnone sehen, ein dort ziemlich schmaler Fluss, der in Florenz in Arno mündet. Im Hintergrund links befindet sich der Berg auf dem der kleine Ort Fiesole und unser Campingplatz liegt. 
Rechts die Wäscheleinen mit den Handtüchern und der Babykleidung, hinten die grünen Fensterläden des gelben Hauses und mitten drin dieser kleine Fluss, genau das sind diese kleinen Momente in denen man sich umsieht und glücklich ist. So ging es zumindest mir. 

Ganz anders als ich es hier in Deutschland gewöhnt bin gibt es keine langweiligen, ollen Laternen die einfach nur aus einer runden Eisenstange und einer Glühbirne übertrieben gesagt bestehen sondern überall diese Liebe zum Detail. Und auch anders als gewöhnt hängt in den meisten Straßen irgendwo eine Nationalflagge, was mir wirklich gut gefallen hat, obwohl ich zugeben muss, dass ich es nicht so feiern würde wenn in meiner Nachbarschaft (außerhalb der WM natürlich) überall deutsche Flaggen hingen. Naja also ich weiß nicht, aber eine gewisse Ausstrahlung hatte das schon.  

AAAAAH. Leute, Leute. Wer in Italien kein Eis isst.. dazu kann ich nichts sagen. Wobei es wirklich nicht so einfach war DIESE PERFEKTE EISDIELE(!) zu finden. Besonders in Großstädten wie Florenz sind Dinge wie Essen und darunter fällt eben auch Eis sehr überteuert. Zudem hat uns zunächst ein wenig verwirrt, dass man nicht pro Eisbällchen bezahlt, sondern sich eine Größe von Eishörnchen oder Becher aussucht, dieses dann vollgemacht und bezahlt wird, was erst einmal für uns schwierig einzuschätzen war. Aber wir haben diese wunderschöne Eisdiele im Zentrum von Florenz gefunden und sie lieben gelernt, wir waren in den Acht Tagen sogar so oft dort, dass wir dem Eisverkäufer vor unserer Heimreise eine Postkarte geschrieben und da gelassen haben. Also falls eine von euch demnächst nach Florenz kommen sollte, besucht unbedingt diese Adresse: KLICK!!!

Auf diesen letzten drei Bildern seht ihr Ausschnitte von dem Dom in Florenz. Ich weiß nicht ob es tatsächlich so ist, aber es kam mir während meines Aufenthaltes so vor als wäre er das Herzstück dieser Stadt gewesen. Er war unser Start- und Treffpunkt und immer wieder sind wir von ihm aus in die verschiedensten Richtungen gelaufen und haben immer wieder neues entdeckt. Nur wenige Minuten vom Arno entfernt, von den meisten Museen, rund herum viele kleinere Plätze und das Highlight unserer Entdeckungen: Eine Fotobox nur ein paar Schritte vom Dom entfernt, die euch für nur 2 Euro (dafür bezahlt ihr in Köln beispielsweise WESENTLICH mehr!) vier wunderschöne Schwarz-weiß-Fotos schenkt, die ich euch in jedem Fall noch zeigen werde! 

Ich hoffe die Bilder haben euch gefallen und ich konnte euch ein bisschen von der tollen Zeit, die ich in Florenz verbracht habe näher bringen und mein nicht ganz so touristisch-informatives Geschwatze hat euch nicht zu sehr die Zeit geraubt. 


P.S. Ich habe übrigens eine neue Kategorie namens "Travel", wo zwar noch nicht viele Einträge sind, aber das wird sich hoffentlich ändern! 

Mittwoch, 21. Mai 2014

Ein Teil des Jakobsweg - von Dahlem nach Trier



In meiner ersten Ferienwoche hatte ich mir mal nicht faulenzen und eins mit der Couch zu werden vorgenommen, sondern einen dezenten Spaziergang von ungefähr 150 km.
Also bin ich Montagmorgen mit einem Freund, relativ viel Motivation, einem Rucksack und sehr seltsamen Wetter los gegangen. 


Ich beschreibe euch mal kurz unsere Route: 
Tag 1: Von Dahlem nach Prüm - ca. 35 km 
Tag 2: Von Prüm nach Neuerburg - ca. 40 km
Tag 3: Von Neuerburg nach Bollendorf - ca. 25 km 
Tag 4: Von Bollendorf nach Welschbillig - ca. 20 km
Tag 5: Von Welschbillig nach Trier - ca. 20 km
+ die Umwege, die Strecken auf denen wir uns verlaufen haben & die Wege zu Übernachtungsmöglichkeiten hin und zurück. 


Meine Erfahrungen in diesen fünf Tagen:
Dazu könnte ich bestimmt weitaus mehr erzählen, als ich es jetzt tun werde. Aber vielleicht gibt euch das hier einen kleinen, vielleicht sogar interessanten Einblick in das, was ich erlebt habe.
Erstmal etwas zum Jakobsweg allgemein. Ich muss sagen, dass der in Nordrhein-Westfalen super ausgeschildert ist, aber sobald man in Rheinlandpfalz unterwegs ist  bist du wirklich oft ratlos, wohin du jetzt gleich gehen musst. Andrerseits bringt dich das dazu, dass du dich auch mal verirrst und Wege gehst auf die du sonst nie gekommen wärst. Dann lernst du dich abzusprechen, Hilfe anzunehmen, Karten richtig zu lesen und siehst genau so schöne Dinge wie auf dem eigentlich Weg.
Was mir wirklich extrem aufgefallen ist und worüber ich beim gehen viel nachgedacht habe sind die Menschen, die uns begegnet sind. Am ersten Tag ist mir klar geworden, es gibt überall, ganz egal wo du hinkommst, tolle, freundliche, hilfsbereite, nette Menschen und es gibt auch überall jene, über die man sich eine Woche lang aufregen könnte, wenn man sonst nichts besseres zu tun hat. Aber diese Tatsache, dass du dich gerade auf so einem Weg befindest, den fast jeder kennt, über den die meisten schon mal nachgedacht haben, bringt dich oft den Menschen direkt mal näher. Du beginnst viel eher ein Gespräch, hast direkt ein Thema und wirklich jede Person, die ich getroffen und mit der ich mich darüber unterhalten habe, hat es gut geheißen, dass ich das gemacht habe. Niemand, der gesagt hätte "Mit 17? Ungläubig? Was machst du da überhaupt? Habt ihr euch da nicht was falsches ausgesucht?".
Das wohl größte Beispiel für gutherzige Menschen habe ich am 2. Abend erleben dürfen. Dienstag sind wir erst relativ spät von Prüm aus losgegangen und unser eigentliches Ziel war Waxweiler (24 km), dort angekommen war es noch recht früh und wir noch fit und motiviert, weswegen wir uns dachten "Wieso nicht noch weiterlaufen bis wir müde sind?". Dazu müsst ihr wissen, dass wir nirgends ein Zimmer schon im vorhinein gebucht, sondern für den Notfall ein kleines Zelt im Rucksack hatten (zum Glück!). Also haben wir uns noch auf den Weg nach Neuerburg gemacht, es wurde dunkler und mit dem Licht erlosch auch unsere Motivation. Wir wollten nur noch ankommen und schlafen. Um euch jetzt nicht zu sehr vollzuquatschen: In Neuerburg angekommen, suchten und suchten wir eine Unterkunft, aber fanden keine, weil es einfach schon zu spät und schlecht gelegen war. Wir gingen in ein noch offenes Restaurant, wo nur noch die Besitzer und ein freundliches Ehepaar saßen und fragten, ob sie wüssten wo man hier noch ein Zimmer bekommen könnte. Sie halfen uns unglaublich, gaben uns Nummern, wo wir anrufen konnten. Aber wir hatten uns einfach überschätzt und kein Glück. Letztlich hat dieses super freundliche etwas ältere Ehepaar uns bei sich Zuhause schlafen lassen. Das war mit die beste Erfahrung in dieser ganzen Woche für mich!
Ich glaube ernsthaft, dass diese Woche etwas verändert hat. Meinen Körper, meine Einstellungen und mal mehr, mal weniger gewollt meine Beziehungen. Ich bin motivierter morgens aufzustehen und etwas anzupacken. 


Kurz und knapp: 
-Verpflegung: Auch Essen ist Gepäck, von da her ist es unsinnig für eine ganze Woche Proviant mit zu tragen. Vor allem, weil man den Platz sicherlich für andere Dinge braucht. Also haben wir immer geplant durch welche Orte wir kommen und haben einmal am Tag in dem je größten Ort eingekauft. 
-Übernachtung: In der Regel sind wir in Pensionen oder in unserem Zelt untergekommen. Aber auf dem Jakobsweg gibt es auch einige (je nach dem in welcher Region) Jugend- oder Pilgerherbergen. 
-Motivation: Etwas tun, wovon man sonst nur redet, es aber dann doch nie angeht. 



Meine persönlichen Tipps: 
- Geht allein.  Versteht mich nicht falsch, ich für meinen Teil wäre alleine wahrscheinlich nie los gegangen, dazu hätte ich (und meine Eltern bestimmt noch mehr) dann doch zu große Sorgen gehabt und ich bin meiner Begleitung so dankbar, dass sie es mit mir ausgehalten hat und auf mich aufgepasst hat.Aber wenn ihr etwas mutiger, etwas älter und besser durchorganisiert seid, dann geht allein. Es ist schön eine Strecke, ob nun kurz oder lang, mit jemandem zusammen zu gehen. Aber wenn es euch wirklich etwas bringen soll, dann solltet ihr die Möglichkeit haben euch ganz auf euch zu konzentrieren und das geht einfach nicht so gut, wenn du dich auch immer zeitgleich noch auf einen anderen Menschen einstellen musst. 
- Seid länger unterwegs.  Ich war jetzt 5 Tage auf den Beinen und das war toll und gut, vor allem um herauszufinden, ob mein Körper sowas überhaupt leiden mag, aber ich glaube um sich darauf einzulassen, so richtig und um nicht nur ein bisschen, sondern ganz ganz verschiedene Eindrücke von dieser Strecke zu bekommen, sollte man länger unterwegs sein. Ich werde das bestimmt noch mal für eine längere Zeit machen! 
- Fangt Gespräche an. Auch wenn ihr größtenteils durch die Natur geht und nur an Bäumen & Co. vorbei kommt. Lasst euch auf Gespräche ein, wenn sich in den Dörfern/Städten welche ergeben. Ganz gleich, ob es sich um einen Fremden handelt. Ich kann euch nur sagen, dass es einem so enorm viel bringt sich auszutauschen, von anderen zu erfahren, was sie denken und man hat dadurch, dass man einen solch bekannten Weg geht auch stets ein Thema über das man beginnen kann zu reden. Traut euch! 
- Nehmt euch Zeit. Einerseits ist es wichtig sich Zeit zu nehmen, wenn man sie braucht, weil man ausgelaugt ist. Ich meine damit nehmt euch Zeit von eurer Arbeit, den Ferien, der Familie und nehmt euch Zeit für so etwas hier! Aber auch, dass ihr euch Zeit nehmen sollt, wenn ihr nicht mehr weiter laufen könnt. Dann setzt euch fünf Minuten, trinkt genug, atmet durch und dann geht alles schon wieder viel leichter. Niemand zwingt euch weiter zu laufen, bis zum Schluss zu gehen. Ihr entscheidet selbst wie weit und wie lange ihr geht und deswegen habt ihr alle Zeit der Welt. Nutzt sie für euch. Wenn man länger unterwegs ist empfiehlt es sich ganz ganz sicherlich auch einfach mal ein oder zwei Tage an einem Ort zu bleiben und nicht sofort weiter zu gehen. Andrerseits meine ich damit nicht nur Zeit nehmen um zu verschnaufen sondern auch Zeit um zu genießen. Wenn ihr euch eure fünf Minuten nehmt, schaut euch um. Schaut euch um und entdeckt und genießt. Das war so beeindruckend! Guckt nicht nur auf euer Tagesziel!
-Lasst los. Klingt ein bisschen strange gerade, aber ich meine damit lasst vom Alltag los.Lasst zum Beispiel euer Handy Zuhause oder den ganzen Tag aus. Man ist jeden Tag fast zu jeder Minute erreichbar. Es tut wirklich gut, es mal nicht zu sein. Und wenn ihr dann nach Hause kommt, so ging es mir zumindest, dann habt ihr gar kein so großes Interesse mehr an Dingen wie Fernsehen, Facebook etc.
- Probiert es aus.

Ich hoffe es hat euch nicht zu sehr gelangweilt