Sonntag, 29. September 2013

Ist die Dunkelheit heller bei all den Schatten im Licht.




Ich lag seit Stunden wach in meinem Bett und dachte darüber nach, was richtig und was falsch ist, als ein Gewitter aufzog und die Nacht noch dunkler färbte. Ich sah in das tiefe Schwarz meines Zimmers. Blitz - 21 - 22- 23- Donner. Blitz - 21 - 22 - Donner. Blitz - 21 - Donner. Blitz-Donner. Das Unwetter tobte genau über mir während ich die Dachziegel klappern hörte. Blitz - und da war das Licht - Dunkelheit. Blitz - und da war der Schatten - Dunkelheit. Ich glaubte so sei es auch mit der Welt, alles wird zu manch einem Zeitpunkt von allen Seiten beleuchtet, dann erlicht das Interesse und die Erkenntnisse geraten in Vergessenheit, es folgt das Licht, es folgt die Dunkelheit, es folgt das Licht und so geht es immer weiter bis man keinen Sinn mehr darin sieht, jedes mal seine kostbare Energie an etwas zu verschwenden, das keine Reflektion, keine eigene Lichtquelle oder sonst irgendetwas von Nutzen hat. Da beginnt man sich umzuschauen, nach einem bereits beleuchteten Weg - und da entsteht Gesellschaft. Einfluss. Wir nehmen das was wir bekommen. Die Medien, die Kirche, die Vorbilder, die Politiker. Alle versuchen doch auch nur ihren Weg als hellsten, besten darzustellen. Für viele entscheiden sie, was richtig und was falsch ist. Ich sehe diese Zukunftsangst überall; dieser Druck etwas werden zu müssen. "Leute lassen sich behandeln wie der letzte Dreck, nur aus Angst den Job zu verlieren, den sie eigentlich hassen, um bloß nicht das Auskommen im Alter zu gefährden oder nicht der Norm vom Häuschen mit Garten gerecht werden zu können." Blitz-Donner. Blitz-21-Donner. Blitz-21-22-Donner. Blitz-21-22-23-Donner. 



She lives the poetry she cannot write. - Oscar Wilde


Samstag, 28. September 2013

Nur du.

Da bist du, und nur du. 
Du weißt wo du bist, und dann - dann weißt du es nicht mehr, zumindest nicht mehr sicher.
Du kennst keine Vergangenheit, weißt nicht, was oder ob es etwas vor dem Jetzt gab. 

Oder was oder ob es etwas danach gibt.
Du springst, ohne gesprungen zu sein.
Es ist ein Gefühl von solch einer Intensität, dass du es nicht recht zu beschreiben weißt.
Es ist Wärme. Es ist Kribbeln. Es ist Druck. Es ist Leichtigkeit. Es ist unbeschreiblich.
Da bist du, und nur du.
Du glaubst nun zu spüren, wie sich die einzelnen Moleküle in der Luft bewegen.
Du glaubst nun zu spüren, wie sich etwas von irgendwo in deinem Inneren versucht freizukämpfen.
Du glaubst nun zu spüren, wer du bist, nicht wer du warst, nicht wer du sein wirst - wer du bist. 
Es durchflutet dich, und dann löst du dich auf. Du denkst, du zerfällst, ohne deine Form zu verlieren.
Da bist du, und nur du. 
DU FLIEGST! 
-und dann existieren weder Vergangenheit, noch Zukunft!
Du hörst auf. Du spürst nicht mehr. Du bist nicht mehr. Du fliegst nicht mehr.
Dann findest du dich irgendwo, in deinen Pyjama gehüllt, auf den kalten Steinfließen liegend, wieder.

Da bist dann du. Und nur du. 



Sonntag, 22. September 2013

Es ist Nichts im Vergleich.

Auch wenn ihr Bett und ihr Stuhl und ihre Couch frei waren, es dort gemütlich, warm und praktisch war, saß sie auf dem Boden. Zwischen ihren Bücherregalen, angelehnt an den großen Holzbalken, der senkrecht nach oben verlief und das Dach über ihr schon seit Jahrzehnten hielt und ihr schon seit sie denken kann, eine Stütze im Rücken war, wenn sie da saß wie gerade. So klein - nein kompakt - so wenig Platz wie möglich für sich einnehmend saß sie da und nippte an ihrer neuen Teesorte, die in der Verpackung doch noch so gut gerochen hatte. Ihre Hände klammerten sich um die heiße Porzellantasse, als wäre es ihr einziger Halt, als wäre es das einzige, was sie immer wieder von ihren Gedanken zurück hier her holte. Wahrscheinlich hatte sie aber einfach nur bedenken, dass sie die Tasse fallen lassen könnte, wenn sie sie lockerer hielt, oder aber ihr war wirklich kalt bei den anfänglichen Herbsttemperaturen, sodass sie es bloß auf die Wärme abgesehen hatte. Ein paar Nutellacookies mit Haselnüssen, eine kleine, blumig gemusterte Dose gefüllt mit Zuckerwürfeln, ein kleiner Löffel aus dem guten Besteckset ihrer Omi, ihre Brille, die sie wirklich ungern und nur dann trug, wenn ihr sonst die Augen anfingen zu tränen, und ein paar Papierschnipsel lagen auf ihrem Nachttisch, von dem sie sich das Buch runter holte. Sie durchblättert das kleine Buch Seite um Seite, auch wenn sie den Inhalt schon zu genüge kannte, aber es ging ihr nicht um die Wortwahl oder darum sich die Bilder anzusehen. Es ging um Erinnerungen, um die Erinnerung an die Person, die dies geschrieben hat, an das Gefühl das sie überkam, als sie es das erste mal in der Hand hielt, um die Erinnerung an all die Erinnerungen die darin festgehalten waren. Es war ein gutes, ein warmes Gefühl, das sie jedes mal überkam, wenn sie es sich ansah. Zu Beginn, hatte sie es wieder und wieder gelesen, um des Buches wegen, heute hielt sie es nur in ihrer Hand um dieses Gefühl zu spüren. Plötzlich rutschte es ihr aus ihren Fingern und sie war wieder vollkommen da, sie versuchte es um jeden Preis aufzufangen, auch wenn nichts schlimmes hätte passieren können, da es höchstens ein paar cm tief gefallen und auf einem sauberen Laminatboden gefallen wäre. Aber sie konnte es nicht fallen lassen, und sie lies es nicht fallen, sie fing es, aber dabei vergaß sie, was sie in ihrer anderen Hand gehalten hatte, die Tasse mit dem kochend heißem Tee. Er schweppte über und übergoss ihre Hand, ihren Arm und das Buch, das sie doch vor dem Fußboden gerade gerettet hatte. Sie saß da, kompakt, auf dem Boden, in der Ecke, nass mit schmerzender Haut, vor ihr liegend die umgekippte Tasse-ohne Tee- und das Buch.

Donnerstag, 19. September 2013

It was when I met you.

It was when I met you
when I understood lovesongs
and
why couples danced with eachother.

I understood kissing
and
why it was the most beautiful thing.

I understood why heartbroken people cried
and
why they stayed away from everyone when their hearts shattered because they needed their space to fill it with the voice of their lover who left and the memories to bring their hearts' places together then break them again.

It was when I met you
when I understood what life was all about
and why people stayed late at night thinking about that someone.
A.A.




Donnerstag, 12. September 2013

Any colour - so long as it's black.



it's all about to change




Im der letzten Literatur Stunde, hat jemand gefragt mit welchen 10 Stichworten ich die heutige Realität beschreiben würde.. Das erste, was mir einfiel war Eile, nach einer Weile dachte ich an Faulheit, dann kamen mir Wörter wie Ausnahmen, Masken, und Regelmäßigkeit in den Sinn. Und irgendwann dachte ich an mich. Was ist gerade im Moment realer für mich als ich selbst ? Und dann dachte ich darüber nach, wie oft ich mir so weit von mir entfernt vorkomme, wie weit jemand heutzutage weg sein kann, wenn er neben dir sitzt.  Distanz. Vielleicht entsteht eine solche Distanz durch Höflichkeitsschweigen. Wisst ihr was ich meine ? Dieses Phänomen, dass man Dinge nicht ausspricht, aus Angst. Angst jemanden zu nahe zu treten, Angst davor, was jemand denken könnte, Angst vor einer Antwort, oder keiner Antwort. Und dann fiel mir Angst ein. Woher kommt das? Diese Sachen, die ich fast schon Fremdenbestimmung nennen würde. Ich glaube es liegt an der Orientierung. Vor der Zeit der Aufklärung war jedem sozusagen ein Schicksal zugetragen worden, und jeder hat sich damit abgefunden, das kamen die Philosophen und Revolutionäre daher und eröffneten den Menschen selbst zu denken, und mittlerweile sollte es so sein dass wir selber denken, entscheiden, Leben lenken. Allerdings haben wir so viele Möglichkeiten, dass wir die Qual der Wahl haben, und uns beginnen an anderen zu orientieren. Und damit doch wieder irgendwie durch unsere Faulheit nicht die Ausnahme sind sondern eine vorgefertigte Maske tragen wollen um in die Regelmäßigkeit einzutachen und Distanz zu uns selber aufbauen... Und da kam das Wörtchen Wiederholung.
Aber weil ich dem ja irgendwie entfliehen will, dieser Norm, gibt es in meiner Realität noch ein 11.Wort, nämlich Suche.






Montag, 9. September 2013

Mein rechter, rechter Platz ist frei, ich wünsche mir Dich herbei !




Es ist Sonntagnacht. Okay seit einer halben Stunde ist es schon Montag. Und morgen beginnt wieder die Schule... Ich lag zwei Stunden wach in meinem Bett und konnte nicht schlafen, ich glaube das liegt daran, dass ich so viel Platz habe, niemand seine Arme durch die Luft schleudert und unsanft auf meinem Gesicht platziert. Niemand während der Nacht neben mir liegt, und anfängt zu furzen, wenn er glaub ich hör nichts mehr. Aaaawh, ich vermiss dich. Danach hab ich auf jeden Fall angefangen Bilder zu bekritzeln, unten seht ihr das Resultat. Ich und das Bemalen von Sachen, ganz besonders das von Bilder führen eine Hassliebe. Eigentlich liiiiebe ich es, ich klebe auf alles Sticker, mal es an oder sonst was... aber Bilder bemalen..frustriert. Ich mache das mit Paint und ich hab nicht mal eine Maus. Deswegen touch ich die ganze Zeit wie verrückt über mein Touchpad. Aber naja, es ist einfach nicht das gleiche, ob du nun mit einem fetten Filzstift deine Bilder bekritzelst oder mit dem Laptop. Who cares ?! Es ist ja nur Zeitvertreib.
Ich sollte es nochmal versuchen mit dem schlafen..Morgen früh erst einmal in den netten Bio-LK spazieren, mit dem Lehrer der die braunen, babyweichen, muskulösen Arme hat; yeeeiiih! Wünscht mir Schlaf, den wünsch ich euch auch. Bis dann.


Samstag, 7. September 2013

She was like the moon - part of her was always hidden away.




“Don’t tell me our youth is running out, Its only just begun” — Foxes - Youth


Du hast keine Lust darauf. Die Woche war anstrengend genug und jetzt willst du nur noch ins Bett fallen und bis mindestens Montagmorgen dort bleiben. Aber du gehst hin.
Und es war gut, dass du da warst. Rauch vor den Augen, Bass in den Ohren, Glas in den Händen, Spekulatius-Bitter-Lemon-Bier-Geschmack im Mund und dein Duft in der Nase. Tanzen, singen, sitzen, denken, trinken, lachen, weinen, reden, gucken, fühlen, riechen, sein. Wir sind einen Hügel runtergefallen, haben von den Feldern Dreck in den Vans, Schmerzen wegen der Stange gegen die wir gelaufen sind und liegen jetzt auf der Wiese. Liegen auf der Wiese wie Ying und Yang und schauen in die Sterne. Sternschnuppen fliegen über uns aber ich habe keinen Wunsch. Kennt ihr das, wenn ihr alles habt was ihr braucht ? Ich meine nicht alles, was ihr gerne hättet, aber das, was zählt, das habt ihr. Genug um glücklich zu sein.


Donnerstag, 5. September 2013

Reizüberflutunghochzehntausendeinemilliardendreihundersechsundsiebzig


Mir geht gerade so viel im Kopf rum. Ich könnte zu jedem einzelnen Punkt eine ganze Kurzgeschichte verfassen. Aber zum einen ist es zu viel, zu chaotisch zum anderen. DIE ZEIT.
Allein sein. Nicht schlimm. Nachdenken. Freiraum. Keine Langeweile. Kein Redefluss. Gemeinsam allein sein, aber niemals einsam. Schulstress. Pflege. Freundschaft. Beziehung. Körper. Glücklich sein. Anstrengung. Kaputt. Ausgelaugt. Chaos. Kant. Deutsch. Reli. Was ist Gott ? Woher soll ich das wissen, hab ihn noch nie gesehen. Muss aufräumen. Muss schlafen. Muss arbeiten. Muss das Wort müssen aus meinem Must-Have verbannen. Müde sein. Frei sein. Am Anfang sein. Morgen Feier. Übermorgen früh aufstehen. Meins. Doch nicht meins. War wohl nie meins. Aber ich denk es ist meins. Wieso ist meins, wenn es deins ist viel besser. Ich will auch. Eifersucht. Scheiß Gefühl. Wut. Ach nee, war nur Trauer. Bin sauer. Du hast Mist gemacht. Aber eigentlich nur auf mich.
Bye.