Donnerstag, 31. Oktober 2013

Every flower must grow through dirt.


Vor ein paar Tagen war ich mit meiner Schwester und ihrem Freund Drachen steigen lassen. Es war ein echt toller Tag mit einiiigen Regenbögen und viel Gelächter. Sind die beiden nicht süß ? 




Breakfast



Sonntag, 27. Oktober 2013

Red leaves falling





red leaves falling through the branches

making their way to the ground

blowing by the flowers sleeping
no one knows the leaves are leaving
every flower stares and watches
as the wind takes me away
- Haste The Day 








TAG. + Bloggerwichteln

BLOGGERWICHTELN !!!! 




Super Aktion! 


Ich wurde von der süßen Lilly getaggt. Schaut mal auf ihrem Blog vorbei!!!


So sehen die Regeln zum Taggen aus: 
-Man verlinkt den Blog der Person, die einen getaggt hat.

-Man beantwortet 10 Fragen dieser Person.
-Man denkt sich 10 neue Fragen aus.

-Zum Schluss taggt man noch 10 Personen, die unter 200 Leser haben!
-Die Personen sollten natürlich auf die Aktion aufmerksam gemacht werden :)
-Man darf nicht zurück getaggt werden!!!




1. Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?


Gravity. Und ich muss sagen... ich habe keine Ahnung wie ich den finde, manche Aufnahmen waren richtig überwältigend. Es muss unglaublich sein vom Weltall aus die Erdkrümmung zu sehen. 


2. Welches ist dein absolutes Lieblingsgericht?

Uff..Ich liebe selbstgemachte Pizza mit Rucola und Schinken, oder Peking-Gulasch-Suppe, oder allgemein Suppen und Salate sind das Beste!


3. Auf wieviel Uhr steht dein Wecker in der Woche?


Hahaha. Muss mich mal gerade selber auslachen.. Also meistens stehe ich so zwischen 6:00 Uhr und 6:30 Uhr auf, aber mein erster Alarm läutet um 4:00 Uhr, der zweite 4:30 Uhr, der dritte 5:00 Uhr und so weiter bis 6:30 Uhr eben. 


4. Bist du zufrieden mit deinem Leben?


Ehm. Ja. Nö. Eigentlich nicht, ich hab vieles wofür ich dankbar und worüber ich glücklich bin, aber zufrieden bin ich nicht. 


5. Auf wievielen Konzerten/Festivals warst du schon?


Nicht auf vielen.. Und die besten liegen noch vor mir ! Ich glaube auf drei Konzerten und noch auf keinem Festival. 


6. Wie ist das Wetter bei dir und magst du das Wetter?


Also heute morgen als ich aufgewacht bin war strahlend blauer Himmel bei gefühlten 10°C, jetzt ist der Himmel grau und es stürmt ganz arg und ich hab ein bisschen Angst, dass die riesige Birke, die ich aus meinem Fenster sehe, auf mich drauf klatscht. Aber jooa passt schon. Ich mag richtiges Unwetter und tolle Sonnentage. Nur was ich nicht leiden kann ist, wenn an Schultagen der Weg zur Bushaltestelle voller Schlamm ist oder es so kalt ist, dass einem die Nasenhaare abfrieren. 


7. Auf welches Ereignis freust du dich in nächster Zeit?


Auf Halloween! Ich werde mit Freundinnen nachmittags Kürbisse aushüllen und Suppe kochen und Abends gehen wir mit einer großen Gruppe im Wald am Feuer feiern! 


8. Wann hast du Geburtstag?


Am 23. Januar. 


9. Hast du ein Lieblingsparfum und wenn ja,welches? 


An mir persönlich nicht. Aber meine Lieblingsdüfte sind die, die meine Lieblingsmenschen tragen, also das meines Freundes, meiner Schwester, meines Papas und meiner besten Freundin. Leider hab ich keine Ahnung welche Parfüms die genau benutzen. 


10. Weil ich die Frage gut fand und mittlerweile keine mehr weiß: Wie würdest du dich in 5 Worten beschreiben?


Unzufrieden. Fair. Pinguin. Wanderlust. Teilzeit.


Also, da ich keine Ahnung habe, wen ich taggen sollte, stelle ich es einfach mal jedem frei meine Fragen zu beantworten, wäre aber total lieb, dass falls ihr sie beantwortet hier doch einen Link von dem Post hinterlasst, weil mich die Antworten auch echt interessieren. 


Meine zehn Fragen : 

1. Denkst du es ist besser dumm und zufrieden oder lieber intelligent und unzufrieden zu sein? 
2. Wie findest du den Ausdruck "Is so" (oder "Isso", kein Plan) ? Sagst du's oft? 
3. Hast du im letzten Monat mehr Bücher gelesen oder mehr Filme im Kino gesehen? 
4. Was denkst du ist außergewöhnlich an dir?
5. Glaubst du an irgendetwas? (Gott, Schicksal, Karma, Buddha, Nuddelsalat, etc. ) 
6. Was passiert, wenn du stirbst? 
7. Für die Mädchen: Was trägst du lieber, Kleider und Röcke oder Hosen ? Wenn du ein Junge bist : Lieber Hemden, Pullis oder T-Shirts ? 
8. Was glaubst du ist der Grund dafür, dass so viele Ehen geschieden werden und wie stehst du zum Heiraten? 
9. Welcher ist dein Lieblingsblog ? Und wieso? 
10. Hast du eine bestimmte Äußerung oder Geste oder Ähnliches die du in bestimmten Situationen immer wieder machst ? 

Hahahaha jetzt bin ich einmal drin und würde euch am liebsten noch viel mehr fragen. Würde mich sehr freuen, wenn irgendjemand das beantworten mag. 

Samstag, 26. Oktober 2013

Mein Rücken klebt am Boden, wenn alles sich nach oben sehnt.


Du kommst nach Haus, siehst in dein Spiegelbild, siehst nicht dich, bloß eine Bild, mit verwichtem Eyelinerstrich über den nur noch halb so gut getuschten Wimpern, siehst nicht dich, siehst irgendwen anders, siehst nur dieses Halbgute, Halbrichtige, dieses Halbe eben. Suchst den Schlüssel, suchst nach mehr, findest ihn, findest nichts. Fummelst ihn aus der Hosentasche, zitterst mit ihm zu Schloss. Daneben, nicht getroffen, verfehlt. Okay, es klappt. Ein letzter Blick in die Scheibe, in den Spiegel, in das Spiel. Die Tür ist auf. Husten. Eintritt. Deine Füße sind schwer, schwerer als sonst, obwohl alles eigentlich leichter ist, deine Absätze hast du gegen Sneaker eingetauscht, hast Rock durch Jeans ersetzt, bist im Chiller-Feier-Kannst- Essen-Und.-Trinken-Was-Du-Willst-Outfit, aber deine Füße sind schwer, jeder Schritt trägt Gewicht, jeder Muskel verzerrt, verwirrt, erschwert. Das Licht ist an, du schaltest's aus, kennst den Weg hinauf, kennst ihn im Dunkeln, kennst ihn blind, selbst mit so viel Gewicht schaffen's dein Füße herauf. Licht an, das Chaos anschauen, umsehen, umdrehen, Licht aus. Ist besser so. Dunkelheit. Stolperst zu deinem Bett, stolperst eigentlich nicht, denkst aber trotzdem du fällst, was ist los, verkehrt ist die Welt. Dein Anlage ist noch an, die CD läuft. Achja, CDs sind schon was cooles, besser als iTunes, besser als Youtube, CDs sind das wahre, das, wo du noch spürst, den Bass spürst, die Musik spürst, alles spürst. Du willst es spüren, kriechst in die Ecke, drehst ganz auf, egal, ob jemand schläft, egal ob's  and're gibt, du drehst ganz auf, ganz laut, 16, 27, 58, 89, 100. Der Boden zittert, oder bist du's. Nein, der Bass, er wummert, er bebt, er leitet, du schwebst. Dunkelheit aber trotzdem starrst du an die Decke, dort wo die schwarzen Buchstaben auf weißer Tapete stehen, du kannst es nicht lesen, weißt trotzdem, was dort steht, willst nicht schlafen aber auch nicht mehr wach sein. Warum ist es so schwer. Nicht das leben, nicht das Schlafen, nicht das Feiern, nicht das Liegen, nicht deine Füße. Warum ist es so schwer. Husten, der nicht stark genug ist.Nicht genug, der nur bis zum Hals kommt. Das, was hoch muss, ist tiefer. Husten, immer noch nicht. Dein Körper bebt. Dein Hals tut weh. Deine Knochen, dein Fleisch, alles so schwer. Als sei deine Matratze ein Magnet, als sei Sekundenkleber zwischen dir und dem Bett. Dein Körper, gezogen, zerrissen, zwischen  Schwerkraft und Freiheit. Will nach oben, will nach unten, will alles, will nichts. Husten. Aua. Warum ist das so schwer.

Montag, 21. Oktober 2013

Sowas wie Gegenwart gibt es nicht.

Sie saß im Bus und kramte hektisch in ihrer Tasche. Wo war dieser verdammt Planer nur. Sie fand ihn nicht und gab es auf. Ein schneller Blick auf das Handy und nach wenige Augenblicke noch einer auf die Armbanduhr. Sie hatte verschlafen und war spät dran, sich nicht mal sicher damit in der richtigen Linie zu sitzen. Sie gab es auf , legte ihre Hände übereinander auf ihre Tasche auf ihrem Schoß und blickte aus dem Fenster. Sah vorbeiziehende Häuser, Bäume, Schienen, Gassen, Menschen. Ihr Blick fuhr an einer mit Graffitis übermalten Mauer einer Schule vorbei und versuchte jedes einzelne zu erfassen, manche waren grell, manche unleserlich, manche einfach nur irgendwelche einfallslosen Namen. Aber ein Graffiti beschäftigte sie einige Sekunden länger als die restlichen. Ein Bild von einem altem Mann, der auf Krücken lief und der Welt den Rücken zu wand, daneben stand "Ist das alles am Ende wichtig?". An dieses Werk erinnerte sie sich immer noch als sie aus dem Bus ausstieg und die letzten Straßen auf dem Weg zu ihrem Termin durchquerte. Am Ende ist es egal, ob ich glücklich war oder nicht, ob ich reich oder arm war, ob ich erfolgreich oder missverstanden war. Am Ende sterbe ich und dann ist alles weg, das war's. Nichts von all dem nehme ich mit. Dann bringen mir das Geld, die Gefühle oder das Wissen auch nichts mehr. Das Problem ist die Zeit, weil sie einfach weiter geht. Jede Sekunde, immer weiter, ohne aufzuhören. Weshalb es auch eigentlich keine Gegenwart geben kann, sondern nur die Zukunft und die Vergangenheit. Die Gegenwart ist das Jetzt, aber das wiederum wäre ja ein Zeitpunkt der Jetzt ist, dazu müsste die Zeit kurz anhalten, doch das ist unmöglich, das tut sie nicht, somit ist jedes Jetzt schon ein Vorhin. Selbst die Zeit, die in der Zeit anhalten würde wäre Zeit, die immer weiter läuft. Und wenn jetzt nur Vergangenheit und Zukunft existieren, wo lebe ich dann? Wo leben wir? Wir bestehen doch eigentlich alle nur aus Erinnerungen und Träumen.

Montag, 14. Oktober 2013

Paris, la deuxième



Today you are you that is truer than true. There is no one alive who is youer than you.




Montag, 7. Oktober 2013

Ordner zu. Ordnung da.

 Also falls sich jemand von euch das hier durchlesen möchte wäre ich wirklich mega froh über Verbesserungsvorschläge da dieser Text einen gewissen, nicht erwähnenswerten Sinn hat. Danke schon mal im vorraus.

Sie standen zu fünft im Kreis an der Haltestelle. Ein kleiner Kreis inmitten von vielen anderen, rund um die Einbuchtung, in der die Busse hielten, die sie alle zu unterschiedlichen Orten brachten. Es wurde kalt, die Blätter fielen im Wind hinunter, der Sommer war vorüber, aber niemand glaubte das wirklich, wollte das glauben, niemand zog sich warm genug an und  sie alle froren. Eine der fünf war sie. Sie kannte die vier anderen, also nicht wirklich, aber flüchtig, sah sie oft, hatte mit niemandem was zu tun, aber mit ihnen immer noch mehr als mit allen anderen, die dort standen und alleine stehen wollte sie doch auch nicht. Die Rothaarige redete mit dem Kleinen mit der Brille über Physik und die Lehrerin, die aussah wie eine Schülerin. Der Große mit der schrägen Nase redete mit Ben, wahrscheinlich hieß Ben in Wirklichkeit Benjamin, aber das wusste sie nicht, es war bloß eine Vermutung. Immerhin wusste sie seinen Namen, im Gegensatz zu denen der anderen. Sie konnte sich gar nicht mehr daran erinnern woher sie ihn kannte, aber sie war sich sicher, dass er so hieß. Mal hörte sie bei dem Gespräch zu, mal bei einem anderen, doch mitreden wollte sie nicht.  Wenn ihr Blick vorher ziellos durch die Runde geschwiffen, durch die Lücken zwischen den Köpfen ins Leere und über die Menschen hinaus gerichtet war, so hielt er jetzt an Ben fest. Noch nie hatte sie ihn genauer angesehen, im gleichen Moment fragte sie sich warum, eigentlich war er doch ganz okay. Also vom Äußeren her,  mehr  kannte  sie noch nicht von ihm. Diese kleinen Bewegungen, die er mit seiner Hand am Gurt seiner Tasche macht, irgendwie fesselten sie sie. Eine ganze Weile hörte sie nirgends mehr zu und schaute nur diesen kleinen Zuckungen seiner langen, knochigen aber dennoch starken Finger über das feste schwarze Band, an dessen Ende  all seine Bücher, Notizen, sein Kalender, sein Ausweis, an dem einfach alles hing, zu bis sie begriff, dass sie diese Handbewegungen kannte, von den Videos der Musiker, die sie liebte. Er spielte Gitarre auf seiner Tasche, schnell und bestimmt spielte er in echt auch dachte sie sich. Da begann sie erst den Rest seines Körpers wahr zu nehmen, die eingefallenen dunklen Augen, die großen Ohren, die hellbraunen kurzen Haare, sie  erinnerte sich: damals, als er auf ihre Schule kam waren sie noch lang gewesen, wie bei allen Jungs, abgesehen von vereinzelten Ausnahmen, zu der Zeit. Ihr Blick glitt zu den breiten Schultern, den anderen Arm hinunter, bis zur anderen Hand.  Er hielt einen schwarzen Ordner in der Hand, so einen ganz normalen, schwarzen, dicken Ordner, wie ihn fast jeder dritte hier hatte. Aber er hielt ihn anders, fester, er trommelte zwar mit seinen Fingerkuppen einen ihr unbekannten Rhythmus, mit einer  Selbstverständlichkeit, die keine Taktfehler zuließ, auf die Rückseite, doch es war Härter als das Gitarrenspiel am Gurt. Jeder Schlag war hart und präzise und es kam ihr so vor als ob jedes Mal ein Vorhängeschloss zufiel, wenn er einen seiner Finger auf die harte Pappe fallen ließ.  Der Ordner schien vollgestopft mit Papieren zu sein, chaotisch eingeheftet, die Blätter allesamt mit diesen kleinen Papierüberresten vom Kollegeblock noch am Rand. War ein Ordner nicht dazu da um Ordnung zu halten, ging ihr durch den Kopf. Fest verschlossen sodass ihn von Außen niemand öffnen kann, nur um das die Undordnung  die dahinter steckt nicht preisgeben zu müssen.  „Ben? Kommst du mit? Der Bus ist da.“ Tönte von weiter hinten eine Mädchenstimme. Ben antwortete  „Ja sofort. Warte kurz.“ Wieder dem Großen zugewandt meinte er „Naja bis morgen, dann werden wir ja sehen ob sie mal pünktlich den Unterricht beendet oder nicht“. Ben lief zum Bus, bekam ihn noch und verlor im Laufen eines der Blätter, das sich aus seinem Ordner gelöst hatte und unbemerkt auf den Bordstein fiel. 



Freitag, 4. Oktober 2013

Dankeschööön!


Heute habe ich freeiii. An einem Freitag frei, ist das nicht mega cool ?! Ich liebe freie Freitage, weil sie meistens dann sind, wenn der vorangehende Donnerstag frei war und das bedeutet dann nicht nur einen freien Freitag sondern statt zwei freien Tagen in der Woche VIER! Und das ist, was ich liebe! Hahahahahahaha an alle die heute keinen Brückentag haben mein Beileid, ehrlich. Ihr tut mir genau so leid wie mein Freund, den ich heute morgen mit großer Freude aus dem Bett geschickt habe.
Naja, aber dann war ich irgendwie auch um sieben wach und ich dachte mir guck mal bei deinem Blog vorbei, das tat ich, und was sah ich ? Hm ? Hm ? Weiß es wer ?! Bestimmt nicht. Ich sag's euch:  ICH HABE ZEHN FOLLOWER und das freut mich gerade mega super hammer doll und dadurch ist dieser Tag jetzt wundertoll. Ich weiß das sind nicht viele im Vergleich. Aber ich mag jeden einzelnen von euch süßen Lesern und Leserinnen !! xD Aber ich mach mich jetzt mal auf den Weg nach Hause und schlafe weiter, ich bin so todmüde. Gute Nacht/Guten Morgen ihr Lieben. Danke 



Mittwoch, 2. Oktober 2013

Bummelbahn.



Sie saß am Bahngleis, 6 Minuten noch bis die Bahn die sie nach Hause brachte, eintrudelte. Die Hektik der Menschenmassen mal außer Acht gelassen, war es ruhig und ihre Gedanken schweiften im Geräusch der befuhrenen Gleisen ab.
Züge sind wie wir. Es gibt einen Anfang und ein Ende, einen Start und ein Ziel. 
Jeder Zug tritt seine eigene Reise an, fährt auf seinen eigenen Gleisen und hat irgendwann seine eigene Endstation. An Bahnhöfen, Stationen unseres Lebens, machen wir Halt, laden unsere alten Laster 
aus und nehme neue Eindrücke auf, unsere Passagiere wechseln und wir kommen mit anderen Zügen in Kontakt. Manchen Zügen werden weitere Wagons angehangen, die gemeinsam mit ihnen der Rest der Reise bestreiten oder eben irgendwo wieder abgehangen werden. Die Fahrgäste die unsere Räume füllen, die sind das Ich eines jeden Zuges, der Charakter. Wenn jemand ein- oder aussteigt verändern wir uns. An keiner unserer Stationen kommen wir zwei mal vorbei und an keinem Halt sind wir die selben. Wir lernen, wir wachsen, wir reifen, wir nutzen ab. Wir kommen unserer Endstation näher.
Es gibt Schnellzüge und Bummelbahnen. Schnellzüge kennen ihr Ziel von Anfang an, rasen durch das Land des Leben und erreichen mit wenigen Haltestellen ihr Ziel. Die Bummelbahn hingegen wechselt oft ihr Inneres, nimmt viel auf und lässt viel zurück, trifft an jedem Bahnhof neue Züge, von denen manche sie ein Stück lang parallel begleiten und manche nur einmalige Begegnungen sind.  Eine Bummelbahn hat wahrscheinlich genau so viel Platz für Fahrgäste wie ein Schnellzug, aber sie wechselt sich viel öfter aus. Manche steigen ein und verlassen die Bahn direkt wieder am nächsten Halt. Andere bleiben vom Start an bis ans Ziel sitzen.
Eine weitere Parallele zwischen uns und Zügen ist unser Äußeres, wir haben beide ein Äußeres. Züge behalten ihr Erscheinungsbild in der Regel, aber auch sie können von Unfällen und ihrer Umgebung geprägt sein. Ein Mensch trägt Narben von einer Prügelei - ein Zug eine Schramme. Ein Mensch bekommt Brandwunden - ein Zug bekommt Graffitis. Ein Mensch hat einen Autounfall und verliert sein Augenlicht - ein Zug wird zum Tatort eines Terroranschlags und verliert nicht nur viele seiner Seelenstückchen, sondern auch seine zerschlagenen Fenster zerfallen in Scherben. Züge sind wie wir und  wenn ich ein Zug wäre, wäre ich eine Bummelbahn.